Unfall und Reha

Unfall und Reha

Unfall und Reha

 

 

Am 30.03.1979 verunglückte Joachim bei einem Europapokalspiel zwischen dem ungarischen Verein Tatabánya und dem VfL Gummersbach. Ein erfolgloser Torwurf der Ungarn ermöglichte den Gummersbachern die Möglichkeit zu einem Tempogegenstoß.  Der ungarische Abwehrspieler Lajos und Joachim orientierten sich beide nur nach dem Ball und so kam es zu einem Zusammenstoß. Die eingetretene Bewusstlosigkeit und der Betonboden in der Halle sind mit die Hauptgründe für die schweren Verletzungen bei Joachim. Ein durch das Fernsehen informierter Arzt leistete die Notversorgung. Mit einem Ambulanzwagen wurde Joachim über schlechte Strassen in das 60 km entfernte Budapest transportiert. Nach einem Wechsel der Klinik operierte der europaweit anerkannte Hirnchirurg Prof. Dr. Moritz Joachim. Das erlittene Schädel-Hirn-Trauma wurde in erster Linie durch den Riss der Hirnhaut hervorgerufen. Joachim lag 131 Tage im Koma. Während dieser Zeit wurde er mit einem Spezialflugzeug nach Deutschland über die Zwischenstation Uniklinik Köln in die Uniklinik Homburg/Saar gebracht, wo er dann sein Bewusstsein wieder erlangte.

In kleinen Schritten wurde seine körperliche Verfassung – er hatte über 40kg Körpergewicht verloren- und seine geistigen Fähigkeiten verbessert und die erlittenen  Verletzungen diagnostiziert.

In den nächsten 1 ½ Jahren wurde Joachim in verschiedenen Reha-Kliniken behandelt. Danach war es möglich, dass er in sein Elternhaus zurückkehrte und mit großer Unterstützung und Engagement seines früheren Trainers Werner Hürter ein tägliches Trainingsprogramm absolvierte. Nach dem Tod von Werner Hürter übernahm Reinhard Peters bis zum Jahre 2005 diese Aufgabe.

Mittlerweile gibt es eine hauptamtliche Betreuerin und zwei Mitarbeiter (Freiwilliges Soziales Jahr), die die ganztägige Betreuung von Joachim gestalten.